Nachwelt gibt es nur für die Lebendigen.
Wie ist das gemeint?

Das ist vielleicht ein allgemeiner Zusammenhang. Wenn man sich für Politik interessiert und nur politische Talkshows sieht, anstatt ein Buch über die großen Linien der internationalen Beziehungen zu lesen, wird man immer elendigem Katastrophismus anheimfallen.
Man wird das Jetzt immer für den Schlimmstmöglichen Zustand halten. Der ist es aber gar nicht.
Die Frage ist nun, welches der Anlass ist für die Katastrophe.
Ist sie nur gefühlt? Entweder wird sie einem eingeredet, da kann der Blick in die Vergangenheit das Bild zurechtrücken. Oder die Katastrophe existiert tatsächlich im Jetzt, und der Blick in die Vergangenheit kann das Jetzt milder machen.
So gesehen trifft der Vorwurf garnicht, unsere Generation sei lethargisch, engagiere sich nicht, gehe gegen nichts mehr auf die Straße. Warum protestiert denn niemand gegen bspw. Studiengebühren? Der eine Teil unserer Generation ist schlichtweg faul, und der andere Teil hat durch den Blick in die Vergangenheit erkannt, dass das Jetzt nicht so schlimm ist.
wie immer sehr erhellend
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