Mittwoch, 21. März 2012

Post 25: Selbstfindung

Hass ist Ballast.
Heute Leben wir Lieber für die Sicherheit als für die Freiheit.

Aber überlegt man sich, das man sich das ganze mal andersrum ansehen sollte?
Wenn man selber die Arme Sau ist. Sich alle Optionen offen halten will.
Man will sich nicht festlegen. Letztendlich ist dann jeder andere viel stärker, weil diese den Mut haben Optionen auszuschließen.

Will man sich in dieser heutigen Multioptionengesellschaft wirklich auf etwas festlegen, nur damit man 5 Jahre später etwas völlig anderes macht?

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Nichtsdestoweniger tun mir Erzählungen weh. Wobei mir Erinnerungen nur so Entgegenwirbeln, doch ich lächle zurück, nicke und tue so als ob das nichts wäre und ich mich freue.
Wohl eine Art moralische Verpflichtung.
Jedoch freue ich mich nicht, sondern ich bin T


raurig weil meine eigene Unzulänglichkeit vor Augen tritt. Weder Verliebt sein, noch unglücklich verliebt sein. Das sogar dass fehlt lässt mich zweifeln.

Ich sehne mich nach der Sehnsucht.
Wenn man "sitzen bleibt" und die Erinnerungen an vergangenes vor dem Inneren Auge herumschwirren. Man krümmt sich um seiner selbst und meint man muss sich auflösen. Die Gewissheit, das im späteren Leben kein Platz mehr wäre. Das man keine Rolle mehr spielt. Nicht Ihre behauptung "nur ein alter freund zu sein", sondern die Tatsache das sie wohl wirklich daran glaubt.
Genau das ist die Brutalstmögliche Form der Vernichtung. Es ist besser gehasst zu werden , wenigstens noch irgendein Gefühl zu erwecken, als als Erinnerungsort auf der Lebenslandkarte völlig zu verschwinden.

Im moment dieser Erkenntnis merkte ich, dass hinter ihrer Bravheit und Bürgerlichkeit etwas verborgen lag, das ich bis heute nicht ganz durschaut habe. Etwas dunkles, was ihr Verhalten vor ihr selber rechtfertigt. Die Maskerade des Guten, Schönen und Wahren soll erhalten bleiben. Das Wort "Darwipportunismus" passt wohl ganz gut rein.
Die entscheidene Frage war nie wie ich war, sondern was ich war.

Nie mehr , so bin ich mir sicher, würde ich mit solcher Geheimnislosigkeit und Unvoreingenommenheit einem Menschen entgegentreten. Fortan würde ich meine Gefühle so abschotten, dass ich sie im Zweifelsfall immer stärker Verletzen kann, als sie mich.

Eigentlich leide ich unter dem Dilemma meiner Generation : Ich kann mich nciht entscheiden. Ich kann mich nicht entscheiden, was ich später werden will, ich kann mich nicht entscheiden was genau ich studieren will, und ich kann mich nicht entscheiden was ich politisch denken will. Ich will jede Entscheidung vor mir herschieben, mir alle Optionen offenhalten.

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