Sind Sonntage nicht allgemein schlimm?
Der Sonntag hat eine geheimnisvolle Koalition mit all unseren Angst- und Psychomonstern geschlossen. Alle unsere Dämonen kriechen früher oder später an diesem Tag aus ihren Löchern hervor und rotten sich zusammen.
So ballen und transformieren sice sich zu einer großen Frage, welche dann bei uns auf der Matte steht und nach einer Antwort verlangt.
Dort ist es dann am späten Nachmittag oder Abend soweit. Sie klopft an unsere Tür. Die Sinnfrage stampft herein, ungefragt trampelt sie mitten in den Raum. Es ist ihrn völlig egal, bei was sie uns gerade gestört hat. Sie öffnet die Tür zu unserem Kopfkino, und macht sich dort breit.
Fiese Fragen sind wir ja eigentlich schon lange gewöhnt. Wir tragen sie in Form unseres Ohrwurms schließlich ständig mit uns herum. Aber nur am Sonntag verstummen alle Nebengeräusche. Dann gibt es kein Entkommen mehr. Die Gedanken stürmen gnadenlos auf uns ein und bevor wir uns recht versehen, haben die eifrigen kleinen Soldaten der Meta-Ebene in unserer Seelenlandschaft überall schon dicht an dicht Fragezeichen aufgespießt. Die Spöttische Distanz zu unserem Ich ist nicht mehr möglich. Und den Abstand zum Abgrund zu bewahren, welchen wir schon die ganze Zeit aus dem Augenwinkel auf uns zukommen sehen. Erst Sonntags sehen wir direkt hinein. Denn dann bekommen wir endlich mal das, was wir angeblich die ganze Zeit wirklich wollen:
Zeit, um runterzukommen. Zeit um uns zu entspannen. Zeit, uns im Spiegel anzuschauen. Zeit, nur für uns selber.
best regards
shorty2k1
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